DHV e.V. Holzfertigbau Musterhausausstellungen Holzhaus Holzbauunternehmen Holzbau
DHV e.V. auf Twitter
< Zurück

Aktuelle Bundestagsdebatte zum Bauen mit Holz

Holzwirtschaft für schnellere Entbürokratisierung & breitere Nutzungsmöglichkeiten

Mehrere Anträge beschäftigten den Bundestag zu Fragen des Klimaschutzes und der stärkeren Nutzung von Holz als Baumaterial: unter anderem der Koalitionsantrag „Potential des regenerativen Baustoffs Holz“. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), begrüßt die Vorstöße sehr: 

„Die Anträge verdeutlichen, dass das Bauen mit Holz von den wichtigsten Parteien als geeignetes Instrument für den Klimaschutz anerkannt ist – es aber in Detailfragen zur Umsetzung noch viel Klärungsbedarf in der politischen Debatte herrscht. Angesichts der aktuellen Diskussion über eine gefühlte Holzknappheit bleibt dabei festzustellen, dass in Deutschland genug Holz für einen weiter zunehmenden Bedarf produziert wird. Allerdings sehen sich die Unternehmen der Holzwirtschaft einem zunehmenden globalen Wettbewerb um Holz und Holzrohstoffe ausgesetzt. 

Mit der zunehmenden Bedeutung des Rohstoffes steigt auch seine Wertigkeit. Dies ist grundsätzlich positiv. Aber es wird künftig noch wichtiger sein, den Rohstoff so effizient wie möglich einzusetzen. Dafür sollte die künftige Bundesregierung sehr viel mehr in Forschung und Entwicklung investieren und die Normungsarbeit finanziell stärker stützen. Regelwerke müssen bedarfsgerechter und anwendungsorientierter gestaltet werden. 

Wir begrüßen daher auch sehr, die Forschung und Entwicklung in der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe weiter auszubauen. Ziel muss es sein, dem nachhaltigen Rohstoff Holz weitere Verwendungsbereiche erschließen und ihn in bestehenden Produkten noch effizienter einsetzen zu können. Gerade für Laubholz, welches derzeit überwiegend als Energieholz verwendet wird und zukünftig in höherem Umfang anfallen wird, müssen stoffliche Nutzungsmöglichkeiten stärker in den Blick genommen werden.“ 

  
Hintergrund 
Bereits im Vorfeld wurde im Bauausschuss des Bundestages intensiv über die ressourcenschonenden Möglichkeiten des Werkstoffes Holz in der Bau- und Immobilienwirtschaft diskutiert. Während der heutigen Bundestagsdebatte zum Thema Klimaschutz wird über den Koalitionsantrag „Das Potential des regenerativen Baustoffs Holz in der Entwicklungszusammenarbeit für die Herausforderungen des Klimawandels nutzen“ abgestimmt. CDU/CSU und SPD fordern von der Bundesregierung, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und andere Forschungseinrichtungen zu beauftragen, „noch stärker als bisher“ an Umwandlungsprodukten von nachwachsenden Rohstoffen und Weiterverarbeitungstechnologien für derartige Rohstoffe zu arbeiten. Zusätzlich soll die forst- und holzwissenschaftliche Forschung und Lehre ausgebaut werden. 
  
  
Lesen Sie hier das Statement des DHWR online.