• DHV, ZMH und 81fünf: Gemeinsam mehr erreichen

    Grandiose Düsseldorfer Frühjahrstagung bringt Holzbauverbände auf einheitlichen Kurs


    Drei Verbände hatten geladen, mehr als 250 Teilnehmer kamen und erlebten den deutschen Holzbau neu: Die Frühjahrstagung Mitte März im Düsseldorfer Hotel Hilton war nicht weniger als eine Initialzündung, die auf die Wahrnehmung der Holzwirtschaft maßgeblich Einfluss nehmen dürfte. Denn die Repräsentanten der Verbände DHV, ZMH und 81fünf waren sich vollkommen einig, dass es von enormem Vorteil ist, gegenüber Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft geschlossen aufzutreten und gemeinsame Interessen fortan mit einer Stimme zu vertreten.


    DHV-Präsident Erwin Taglieber machte gleich zu Beginn der Frühjahrstagung deutlich, dass es für die Holzwirtschaft nur dann eine reelle Chance auf nachhaltiges politisches Gehör und in der Folge für das Bauen mit Holz Aussicht auf signifikante Marktzuwächse gibt, wenn die Branche als Einheit wahrgenommen wird: "Der deutsche Holzbau braucht ein klares, unverwechselbares Profil, das wir ihm nur gemeinsam geben können. Umso größer wird der Nutzen sein, den die gesamte Holzwirtschaft aus einer verstärkten öffentlichen Wahrnehmung der Vorteile des Bauens mit Holz zieht!", betonte Taglieber, der in zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Gremien wie dem Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) mitwirkt und in dieser Funktion für über 300 mittelständische Holzbauunternehmen spricht.
    Dabei hat Taglieber stets ein ehrgeiziges Ziel vor Augen, das er in Düsseldorf wie folgt umriss: "Unsere Holzbauunternehmen sind so leistungsstark, dass sie pro Jahr 100.000 bis 150.000 hochwertige Neubauten unterschiedlichster Form und Größe errichten können. Das kommt auch bei Aufstockungsvorhaben zum Tragen: Das Bauen auf bereits bebautem Grund holt den Holzbau in die Städte - eine Chance, die es zu nutzen gilt!", führte er aus.


    Einigkeit über Verbandsgrenzen hinweg


    Für die Vereinigung ZimmerMeisterHaus unterstrich deren Vorsitzender Robert Bergmüller: "Wir haben uns zusammengesetzt, haben uns beraten und beschlossen - und ich betone, wir haben dies einstimmig und ohne irgendeine Gegenstimme so beschlossen - dass wir, die Vereinigung ZimmerMeisterHaus, unseren Beitrag zum Gelingen eines einheitlichen Auftretens der deutschen Holzbaubranche Seite an Seite mit dem DHV und den Unternehmen der Gruppe 81fünf sehr gern und aus voller Überzeugung leisten werden." Dass die qualitätsbewussten Holzbauunternehmer der Vereinigung ZMH wissen, wie man sich als Marke Aufmerksamkeit verschafft, ließ Zimmermeister Wilhelm Bauer in seinem werbenden Vortrag deutlich werden.


    Dem Streben nach mehr Gemeinsamkeit der beiden anderen Holzbauverbände DHV und ZMH schloss sich 81fünf-Vorstand Thomas Elster vorbehaltlos an: "Wir gehen diesen gemeinsamen Weg ebenfalls aus Überzeugung mit, weil er das Image des Holzbaus hebt, die Nachfrage stärkt, Beschäftigung sichert, für Wohlstand sorgt und im Endeffekt jedem Holzbauunternehmer sowie jedem seiner Mitarbeiter und natürlich auch deren Familien nützt", bezog Elster Position. Für rund 70 Mitgliedsunternehmen fungiert die 81fünf-Zentrale als betriebsspezifischer Dienstleister, Coach, Wegbegleiter und Servicegeber.

    Offen für weitere Verbände


    Ganz in diesem Sinne beschlossen die Repräsentanten der drei Verbände DHV, ZMH und 81fünf, sich in allen Holzbau-relevanten Fragen engstmöglich abzustimmen, auch andere Holzbau-affine Verbände einzuladen, ihre Anliegen nach außen mit einer gemeinsamen Stimme zu artikulieren und so darauf hinzuwirken, dass es alle deutschen Holzbauunternehmen künftig leichter haben, bei öffentlichen wie privaten Bauvorhaben den Zuschlag zu erhalten.

    Baden-Württembergs LBO vorbildlich


    Unter anderem will sich der DHV und zuvorderst Präsident Taglieber dafür einsetzen, dass die fortschrittlichen Bestimmungen der holzbaufreundlichen Landesbauordnung von Baden-Württemberg - der Holzbauanteil liegt dort, gemessen an der Gesamtzahl aller neu gebauten Ein- und Zweifamilienhäuser, bereits bei 29 Prozent - in die Musterbauordnung übernommen wird und somit allen anderen Bundesländern zum Vorbild gereicht. "Die Benachteiligung des Holzbaus muss endlich ein Ende finden, Holzbau muss auch in den Gebäudeklassen GK4 und GK5 ohne Wenn und Aber möglich sein. Dazu sind faire, ausgewogene Baugesetze nötig, die den Erkenntnissen der Holzbauforschung Rechnung tragen und sich in den Bauordnungen aller Bundesländer niederschlagen", betonte Erwin Taglieber unter lang anhaltendem Applaus des über 250-köpfigen Auditoriums.


    Fachprogramm der Superlative


    Die Düsseldorfer Frühjahrstagung wartete mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm auf, zu dem unter anderem eine begleitende Fachausstellung wichtiger Zulieferfirmen des Holzbaus zählte. Unter den Ausstellern fanden sich die Tagungssponsoren fermacell, INTHERMO, ISOCELL, ITW haubold Paslode, pro clima, Roto und Swiss Krono, die durch ihr Engagement wesentlichen Anteil am Gelingen der Fachtagung hatten. Über die aufwändige begleitende Fachausstellung hinaus fesselten mehrere hochkarätige Expertenvorträge die teils von weither angereisten Gäste.

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  • Bildergalerie der Frühjahrsfachtagung von DHV, 81fuenf und Zimmermeisterhaus