Mehr als
Licht und Wärme

Holzhäuser erfüllen wie alle anderen Bauweisen die geltenden Brandschutzanforderungen.
Weltweite Untersuchungen und Statistiken belegen, dass durch eine erhöhte Holzverwendung kein erhöhtes Brandrisiko besteht. Denn das Brandrisiko hängt nicht vom Konstruktionsmaterial eines Hauses ab, sondern von der Innenausstattung, vom Alter und Verhalten der Bewohner oder vom Zustand der Elektroinstallationen. Das Brandentstehensrisiko ist erwiesenermaßen in allen Gebäuden gleich - unabhängig vom Konstruktionsmaterial.

Kommt es zum Brandfall, ist das Brandverhalten von Holz außerordentlich positiv.
Beim Brand entsteht am Bauteil eine isolierende Holzkohleschicht, die den voll funktionsfähigen Restquerschnitt schützt und damit die Standsicherheit für den geforderten Zeitraum garantiert. Feuerwehrleute wissen die Berechenbarkeit des Baustoffs Holz im Brandfall durchaus zu schätzen, da es zu keinem plötzlichen Versagen wie bei Stahl- oder Betonkonstruktionen kommt.

Differenzierte Betrachtungen von Ursache und Wirkung bei Gebäudebränden haben Eingang in gesetzliche Brandschutzvorschriften gefunden.
Diese dienen vorrangig dem Schutz von Menschenleben und sind in den Landesbauordnungen geregelt. Die Anforderungen gelten unabhängig von den verwendeten Baustoffen für alle Gebäude und lassen sich mit Holzbauten erfüllen. Die Entwicklung moderner Holzkonstruktionen und positive Erfahrungen mit Holzgebäuden haben beim Gesetzgeber zu einer Neubewertung von Holz geführt: nach Umsetzung der Musterbauordnung (MBO) in Landesrecht sind zum Beispiel fünfgeschossige Gebäude in hochfeuerhemmender Bauweise (F 60-BA) in mehreren Bundesländern zulässig.

F 30-B im Ein- und Zweifamilienhausbau.
Im Ein- und Zweifamilienhausbau wird an die tragenden Bauteile üblicherweise maximal die Anforderung F 30-B (feuerhemmend) gestellt: das heißt es wird eine Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten gefordert, wobei die Tragkonstruktion aus brennbaren Materialien, etwa Holz, bestehen darf. Lediglich die Gebäudetrenn- oder -abschlusswände müssen mit höherem Feuerwiderstand ausgeführt werden.